Bausteine der Schulentwicklung mit Making
Standortbestimmung
Am Anfang steht eine Klärung der Ausgangslage: Welche Erfahrungen mit Making gibt es bereits? Welche Räume, Materialien, Kompetenzen und Zeitgefässe sind vorhanden? Wo gibt es Begeisterung, wo Skepsis oder Überlastung?
Diese Standortbestimmung hilft, ein Making-Vorhaben realistisch aufzusetzen – passend zur Schule, zu den vorhandenen Ressourcen und zu den nächsten Entwicklungsschritten.
Gemeinsames Making-Verständnis
Making kann vieles bedeuten. Deshalb braucht es im Schulteam eine gemeinsame Sprache und Orientierung. Gemeinsam wird geklärt, was Making an der eigenen Schule leisten soll, welche Lernkultur damit verbunden ist und welche Rolle Kreativität, Fehlerkultur, Kooperation, Nachhaltigkeit und Digitalität spielen.
Daraus kann zum Beispiel ein gemeinsamer Orientierungsrahmen, ein Maker-Manifest oder eine Grundlage für die Weiterentwicklung des Schulprofils entstehen.
Konzept und Planung
Aus der Vision wird ein tragfähiges Konzept. Dabei geht es um Making-Lernorte, Zeitgefässe, Bezüge zum Fachunterricht, überfachliche Kompetenzen, Rollen im Team, Material- und Ausstattungsfragen sowie Budget, Etappierung und Verantwortlichkeiten.
Wichtig ist: Wir starten nicht bei der Geräteliste. Wir starten bei den pädagogischen Zielen.
Raum-, Rollen- und Nutzungskonzepte
Making braucht geeignete Lernorte – aber nicht jede Schule braucht dieselbe Lösung. Je nach Ausgangslage kann ein eigener MakerSpace sinnvoll sein, ein mobiler Maker-Wagen oder eine Kombination aus Werkraum, Medienraum, Bibliothek und Klassenzimmer.
Wir helfen, Nutzungsszenarien zu klären: Wer arbeitet wann wo? Welche Zonen braucht es? Was muss sichtbar und zugänglich sein? Wie wird selbstständiges Arbeiten möglich? Wie werden Sicherheit, Ordnung und Barrierefreiheit mitgedacht?
Weiterbildung und Teamentwicklung
Making steht und fällt mit den Menschen, die es tragen. Deshalb gehört Weiterbildung von Anfang an dazu. Wir unterstützen Schulen dabei, passende Formate zu entwickeln – zum Beispiel kurze Praxisimpulse, schulinterne Weiterbildungen oder Workshops zu Making-Challenges, zur Rolle der Lehrperson, zur Lernbegleitung, Dokumentation, Beurteilung oder Techniknutzung.
Ziel ist nicht, dass alle alles können. Ziel ist ein Team, das gemeinsam handlungsfähig wird und Making schrittweise in Unterricht und Schulalltag integrieren kann.
Kommunikation und Beteiligung
Making verändert Erwartungen – bei Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern, Eltern, Schulbehörden und im lokalen Umfeld. Deshalb braucht es eine verständliche Kommunikation nach innen und aussen.
Dazu gehören Elternabende, Informationsmaterialien, Beteiligungsformate, Kommunikation mit Schulbehörden oder die Öffnung gegenüber lokalen Partnern, Betrieben, Jugendarbeit oder Bibliotheken. So wird sichtbar, weshalb Making pädagogisch sinnvoll ist und wie es im Schulalltag verankert werden kann.
Evaluation und Weiterentwicklung
Making ist kein abgeschlossenes Projekt. Nach der ersten Umsetzung beginnt die eigentliche Entwicklungsarbeit: Was funktioniert? Was bleibt schwierig? Wie nutzen Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler den Raum? Welche Lernprozesse werden sichtbar? Welche Strukturen müssen angepasst werden?
Wir bieten dafür Evaluations- und Begleitforschung an – pragmatisch, schulnah und entwicklungsorientiert. Möglich sind zum Beispiel Befragungen, Interviews, Beobachtungen, Dokumentenanalysen, Auswertungsworkshops oder Kurzberichte mit Empfehlungen.
Dabei geht es nicht um Kontrolle, sondern um Lernen: Die Schule erhält eine fundierte Grundlage, um Making gezielt weiterzuentwickeln.