Während der ersten beiden Kurstage des CAS PICTS Aufbaumoduls «Schule und Gesellschaft» unter der Leitung von Evelyne Fankhauser beschäftigten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen zur Digitalität in Schule und Gesellschaft. Dabei ging es sowohl um theoretische Zugänge als auch praxisnahe Fragestellungen zur Gestaltung von Schulentwicklung im digitalen Wandel.
Ein Impuls von Achim Brosziewski eröffnete den Teilnehmenden eine soziologische Perspektive auf Digitalität und Digitalisierung und regte zur vertieften Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Bedeutung für Schule an.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Mehrebenensystem der Schule. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit der Frage, wer bei schulischen Vorhaben Verantwortung trägt und welche Akteurinnen und Akteure in Entwicklungsprozesse einbezogen werden müssen. Am Beispiel der Beschaffung digitaler Tools wurde deutlich, dass solche Entscheidungen weit über Budgetfragen hinausgehen und auch Aspekte wie Datenschutz, pädagogische Zielsetzungen sowie die Begleitung von Lehrpersonen in der Umsetzung berücksichtigen müssen.
In einer Lego-Serious-Play-Sequenz, gestaltet gemeinsam mit Stephan Gfeller (Leiter Digitalität Schule Wald), entwickelten die Teilnehmenden Visionen für die PICTS-Arbeit im eigenen Schulhaus bzw. in der eigenen Gemeinde. Dabei wurde sichtbar, dass PICTS-Arbeit je nach Kontext unterschiedliche Formen annehmen kann und dass die Entwicklung einer eigenen Vision Klarheit, Reflexion und Mut erfordert.
Zum Abschluss der beiden Kurstage stand die Frage im Zentrum, wie schulische Veränderungsprozesse gestaltet und Lehrpersonen in gemeinsame Vorhaben einbezogen werden können. Dabei wurden unter anderem agile Zugänge sowie die Arbeit mit einem Canvas als mögliche Instrumente thematisiert.
Die ersten beiden Kurstage verdeutlichen: PICTS-Arbeit ist weit mehr als Support. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung im digitalen Wandel.