Online-Ringvorlesung Forschung und Praxis in der Frühen Kindheit
«Häusliche Lernumgebung»
Referentin:
Prof. Dr. Simone Lehr, Pädagogische Hochschule Weingarten
Der Anlass wird von Prof. Dr. Sonja Perren moderiert und umfasst einen Beitrag.
Abstract:
Bildung beginnt lange bevor Kinder institutionelle Bildungssettings wie Kita oder Schule betreten. Ein wesentlicher Teil früher Lern- und Entwicklungsprozesse vollzieht sich im häuslichen Umfeld – eingebettet in alltägliche Routinen, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten. Die häusliche Lernumwelt bildet damit die informelle Seite von Bildung und stellt einen zentralen Kontext für die kognitive, sprachliche und sozial-emotionale Entwicklung dar.
Doch was kennzeichnet eine förderliche häusliche Lernumwelt? Welche Rolle spielen sprachliche Anregung, responsives Interaktionsverhalten und gemeinsame Aktivitäten im Alltag? Und wie wirken sich soziale, kulturelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf die Gestaltung dieser Lerngelegenheiten aus?
Der Vortrag beleuchtet theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Bedeutung der Familie als erstem Bildungsort. Dabei wird deutlich, dass informelle Lernprozesse nicht nur ergänzend zu institutionellen Bildungsangeboten wirken, sondern grundlegende Voraussetzungen für spätere Bildungswege schaffen. Im Zentrum steht die Frage, wie alltägliche Interaktionen innerhalb der Familie Entwicklungsprozesse strukturieren und langfristige Bildungsbiografien prägen können.
Weitere Informationen unter: Ringvorlesung «Forschung und Praxis in der Frühen Kindheit» | Frühe Kindheit