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Die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) verfügt über eine eigene Kunstsammlung, die von einer interdisziplinären Kunstkommission betreut wird. Die Sammlung bietet Werke von Künstlerinnen und Künstlern mit Bezug zur Ostschweiz wie Rachel Lumsden, Valentin Magaro oder Almira Medaric, aber auch von internationalen Kunstschaffenden wie Donald Judd. Mit Mitteln aus dem Globalbudget werden insbesondere Werke junger Kunstschaffender aus der Ostschweiz angekauft und gefördert.

Inhaltlicher Sammlungsschwerpunkt der PHTG liegt auf zeitgenössischen Positionen, die sich mit Fragen von Bildung, Gesellschaft und Wahrnehmung auseinandersetzen. Die Werke sind im Hochschulraum präsent und leisten einen Beitrag zur kulturellen Bildung im Alltag von Studierenden, Mitarbeitenden und Gästen.

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Rachel Lumsden, In from the Blue, 2019, Öl auf Holz, 190x230 cm

Malerei, so sagt Lumsden, ist die sexy Form der Quantenphysik. Farbe sei zugleich Stoff und Bild, Schlamm und Gestalt. In ihren intensiven farblichen Malereien schafft die Künstlerin eigenartige und rätselhafte Bildwelten. Sie lebt und arbeitet in Arbon und London.

Simone Kappeler, aus: Der Garten nachts, 2003-2014, 11 x Inkjet-Chrome, je 43,2x32,6cm

Die Nacht, Bühne stiller Verwandlungen: mit analoger Kamera und reduzierter Technik erkundet die in Frauenfeld geborene Künstlerin geheimnisvolle Atmosphären nächtlicher Szenerien. Die Bilder offenbaren das Magische im scheinbar Banalen – leise, eindringlich, zeitlos.

Cécile Hummel, Aus dem Zyklus De Lacepède, 2008, Tusche und Pigment, 40x60cm

Die Aquarelle der in Basel lebenden Künstlerin Cécile Hummel basieren auf Tierdarstellungen aus einer Enzyklopädie des 17. Jh. Durch ihre stilisierte Neuinterpretation hinterfragt sie wissenschaftliche Bildkonventionen und schafft poetische, zeitlose Figuren.

Cécile Wick, Wasser I und II, 2016, Chromoluxtinte auf Büttenpapier, je 152x112cm

Die im Thurgau aufgewachsene Künstlerin zeigt mit ihren Fotografien (Unikate) weite stille Wasserflächen, die mit feinen Nuancen zwischen flüchtigen Momenten und zeitloser Beständigkeit schweben und eine poetische Reflexion von Licht, Bewegung und Erinnerung schaffen.

Ron Temperli, Verlorene Illusionen, 2013, Mixed-Media

Vier scheinbar schwebende Ballone im Treppenhaus des M-Gebäudes entpuppen sich als aus Holz geschnitzte Illusionen. Ron Temperlis Arbeit spielt mit Wahrnehmung und Täuschung – leicht, bunt, verspielt – und zugleich hintergründig: real or faked?

Ron Temperli, ohne Titel, 2013, Mischtechnik auf Leinwand, 200x155cm

Ron Temperlis Malerei irritiert subtil: Auf den ersten Blick ein klassisches Landschaftsbild – auf den zweiten eine dschungelhafte Szenerie, reduziert auf Van Dyck Braun, zwischen Zeichnung, Malerei und Fotografie. Der Blick klärt sich erst mit der Bewegung durchs Bild.

Kurt Caviezel: Error 12 & 669, 2017, Inkjet auf Bütten auf Alu-Dibond, je 100x180cm

Mit grossformatigen Fotografien zeigt Caviezel Webcam-Bilder mit Übertragungsfehlern. Digitale Störungen löschen Bildteile aus, verfremden die Realität – und machen sichtbar, was oft übersehen wird: die ästhetische Kraft des Zufalls und die Schönheit des Scheiterns.

Almira Medaric, Diana & Steven, 2021, Acryl auf Holz, 50x160/69x135cm

Die Holzobjekte symbolisieren Captain America (Steven) und Wonder Woman (Diana). Ursprünglich retten beide in den fiktiven Universen von Marvel und DC-Comics die Welt. In ihrer Interpretation durch Almira Medaric übernehmen sie analog das Patronat für die PHTG.

Valentin Magaro, Seestück, 2014, Acryl auf Holz, 140x200cm

Valentin Magaros grossformatige Arbeiten gleichen modernen Wimmelbildern: Fantastische Figuren, fiktive Räume und dichte Muster verweisen auf eine Gesellschaft im Dauerrauschen digitaler Reize – ein Welttheater zwischen Kunstgeschichte, Alltag und Imagination.