Das Future Skills Hub Thurgau setzt sich für die Nachwuchsförderung in technischen Berufen ein und hat in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Technologie Future Skills Workshops für Schüler:innen entwickelt.
Die Workshops geben spannende Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Themen und stärken gleichzeitig wichtige Zukunftskompetenzen wie Problemlösung, Teamarbeit und kreatives Denken. Praxisnahe Inhalte und die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen aus der Wirtschaft zeigen, wie vielseitig und relevant MINT heute ist – ein innovatives Bildungsangebot für Schulklassen.
Future Skills Hub Thurgau wird entwickelt von SBW Haus des Lernens AG, Matt Kraus, Design & Future Skills Coach, SwissEngineering, Sektion Thurgau und der PHTG.
Kompetenzen für die Welt von morgen
Welche Kompetenzen sind erforderlich, um in der Gesellschaft nicht nur zu bestehen, sondern die Zukunft auch aktiv mitgestalten zu können? Aktuelle Herausforderungen machen Prognosen schwierig und widersprüchlich. Angesichts dieser Unvorhersehbarkeit entwarf das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) im Jahr 2020 in der Studie «Future Skills – vier Szenarien für morgen und was wir dafür können müssen» vier unterschiedliche Szenarien für die Schweiz im Jahr 2050, die als «Eckpunkte eines Möglichkeitsraumes» gedacht sind. Die Ungewissheit der Zukunft, die sich in der Verschiedenartigkeit der vier Szenarien spiegelt, macht es anspruchsvoll, Kinder und Jugendliche auf die Welt von morgen vorzubereiten, weshalb szenarienunabhängige, überfachliche Kompetenzen zunehmend an Bedeutung gewinnen – wie dies die Swissfuture-Studie «Volksschule 2030. Vier Szenarien zur Zukunft der Schule» von Georges T. Roos bereits im Jahr 2013 festgehalten hatte. Die Antwort der SBW auf die Frage nach Zukunftskompetenzen sind sieben Future Skills, die den Blick auf die Entwicklung und die Stärkung der Persönlichkeit lenken. Obwohl diese Kompetenzen grundsätzlich mit den Annahmen anderer Kompetenzmodelle kompatibel sind, orientiert sich die Reihenfolge der SBW-Future-Skills nicht an schulischen, sondern an neurobiologischen Kriterien: Im Vordergrund steht nicht das Wissen (Cortex), sondern das Wollen (Limbisches System).
Angebot für Schulklassen «Workshop Future Skills»
Ablauf und Inhalt
Das Angebot beinhaltet 3 Projektphasen:
Vorphase:
Heranführung an das Thema und Produktion eines Prototyps
Die Schüler:innen erhalten von einem regionalen Wirtschaftsbetrieb eine reale Frage/Problemstellung und werden gebeten, einen Lösungsvorschlag zu entwickeln.
In Gruppenarbeit entwickeln die Schüler:innen einen Prototyp als Lösungsvorschlag Ein zur Verfügung gestelltes Materialset dient als Unterstützung und gibt den gestalterischen Rahmen für den Prototypen vor.
Für die Ausarbeitung benötigen die Schüler:innen vier bis sechs Unterrichtslektionen im Vorfeld des Workshoptags. Die Fragestellung kann mit anderen Lernzielen kombiniert werden und so in verschiedenen Fachbereichen bearbeitet werden. Die Vorphase wird von der Lehrperson geplant, begleitet und geführt.
Workshoptag:
Ein Tag bei einem unserer Technologiepartner.
Am Workshoptag besprechen die Schüler:innen ihre Entwürfe mit Fachpersonen des Ingenieurwesens bei unserem Technologiepartner. Für die Weiterentwicklung und Überarbeitung der Prototypen nutzen wir agile Projektmethoden. Dieser Prozess wird von Matt Knaus, Design & Future Skills Coach, begleitet und moderiert.
Nachphase:
Fertigstellung der Prototypen im Schulzimmer und Teilnahme am halbtägigen Abschlussevent.
Nach dem Workshoptag übernimmt die Lehrperson wieder den Lead und unterstützt die Klasse bei der Fertigstellung der Prototypen im Schulzimmer. Nach Projektabschluss werden alle Schüler:innen zu einem Abschlussevent am Talentcampus eingeladen. In diesem Rahmen stellen die Schüller:innen ihre Arbeiten einem Gremium von Expert:innen vor.
Teilnehmende Lehrpersonen bereiten wir in eine vorgelagerten Setting auf den Projektablauf vor.
Mittwochnachmittag, 03.09.2025 (ca. 1.5h) | PHTG
Zielgruppe
Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse
Dauer
Vorphase:
4 bis 6 Lektionen
Workshop-Tag:
1 Tag
Nachphase:
2 bis 4 Lektionen plus halbtägiger Abschlussevent
Termine
Ab August 2025, Termine für den Workshop-Tag werden individuell vereinbart.
Durchführungsort
Vorphase:
in der eigenen Schule
Workshop-Tag:
bei einem Wirtschaftspartner im Kanton Thurgau.
Nachphase:
in der eigenen Schule
Preis
CHF 300.–
inklusive Material für die Vorphase und vier Mikrocomputern «Calliope mini V3» sowie die obligatorische Weiterbildung für Lehrpersonen.
Weiterbildung für Lehrpersonen
Für Lehrpersonen, die mit ihren Klassen teilnehmen möchten, ist der vorgängige Besuch einer Weiterbildung im Umfang von 2 Stunden obligatorisch. Die Weiterbildung findet in Präsenz an der PHTG statt.
Im Anschluss erhalten die Lehrpersonen das Initialpaket für die Arbeit in ihren Schulklassen. Nach der Bearbeitung in der eigenen Schulklasse erfolgt der Besuch im Betrieb mit der Klasse (KW 36/37). In der Schlussphase treffen sich alle teilnehmenden Schulklassen, um sich gegenseitig ihre Projekte vorzustellen.
nächste Durchführung:
03.09.2025, Mittwochnachmittag bis früher Abend (genaue Zeit folgt)
Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail.
Buchung «Workshop Future Skills»
Möchten Sie auch mit Ihrer Klasse mitmachen? Schreiben Sie uns.
Girsberger Group (Sulgen) – Maschinen der Zukunft: Wie sollten Kinder sie bedienen können? Schülerinnen und Schüler entwickeln Steuerungskonzepte, bauen Funktionsmodelle und testen ihre Ideen mit Fachleuten.
Bornhauser Holzbau (Weinfelden) – Räume für ein Leben im Wandel: Die Jugendlichen gestalten Modelle, die sich an unterschiedliche Lebensphasen anpassen, und verfeinern sie mit Expertinnen und Experten aus dem Holzbau.
Bisher durchgeführte Projekttage für Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse
«Nachhaltiges Tinyhouse»
Teilnehmende Schulklassen konnten vor Ort bei unserem Technologiepartner Kaufmann Oberholzer AG in Roggwil ein nachhaltiges, smartes Tinyhouse entwickeln. Der praxisorientierte Ansatz vermittelte den Schülerinnen und Schülern nicht nur wichtige überfachliche Kompetenzen wie Problemlösefähigkeiten, Kreativität und Teamarbeit, sondern fördert auch gezielt ihre MINT-Interessen. Der Wirtschaftspartner führte die Schulklassen in moderne Fertigungsmethoden ein und ermöglichte ihnen Einblicke in die Prinzipien des nachhaltigen Bauens.