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Am 28. Januar 2026 verfolgten rund 20 Teilnehmende im Rahmen der Ringvorlesung «Forschung und Praxis in der Frühen Kindheit» des Binationalen Zentrums Frühe Kindheit den Vortrag «Vielleicht bin ich am 15. Februar 1979 geboren».

Prof. Dr. Andrea Abraham, Institut Kindheit, Jugend und Familie, der Berner Fachhochschule Soziale Arbeit, gab zunächst einen Einblick in die wissenschaftliche Aufarbeitung internationaler Adoptionen. Im Zentrum stand ein Forschungsprojekt zu Adoptionen aus Indien in den Kantonen Zürich und Thurgau, die im 20. Jahrhundert stattfanden und heute Gegenstand emotionaler Debatten sind. Das uns vorgestellte Projekt untersuchte den Herkunftskontext der Kinder, die Vermittlung und die Adoptionsentscheide sowie die Familienbildung in der schweizerischen Gesellschaft. 

Anhand eindrücklicher Beispiele wurden unter anderem folgende Fragen gestellt: Wie lebt es sich mit einer Biografie, die viele Informationslücken zur eigenen Herkunft und den frühen Kindheitsjahren aufweist? Wie kann es sein, dass ein Geburtstag nur eine Vermutung ist, und was könnte das für die Betroffenen bedeuten? Mit einer anregenden Diskussion wurde die spannende und informative Ringvorlesung abgerundet.

Moderiert wurde der Anlass von Prof. Dr. Carine Burkhardt Bossi.