Die PH Thurgau durfte kürzlich zwei Gäste der Universität Sarajevo begrüssen, die im Rahmen ihrer Erasmus+-Partnerschaft mit der Universität Konstanz bei uns zu Besuch waren. Dr. Amina Isanović Hadžiomerović, Assistenzprofessorin für Pädagogik, sowie Prof. Dr. Amir Pušina, ordentlicher Professor für Pädagogische Psychologie, besuchten die PHTG zum fachlichen Austausch über Fragen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie zum gegenseitigen Kennenlernen.
Seitens der PHTG wurde der Besuch von Luzia Lüchinger als Vertreterin des International Office sowie von Dr. Adrian Juric aus dem Fachbereich Fremdsprachen begleitet. Da sich die beiden Gäste mit Adrian Juric in ihrer Muttersprache unterhalten konnten, entstand ein besonders herzlicher und persönlicher Austausch.
Im Zentrum der Gespräche standen aktuelle gesellschaftliche und bildungspolitische Herausforderungen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Dabei zeigte sich, dass beide Hochschulen trotz unterschiedlicher nationaler Kontexte mit sehr ähnlichen Fragestellungen konfrontiert sind – etwa beim Umgang mit dem Lehrpersonenmangel, im Bereich gesellschaftlicher Diversität sowie hinsichtlich einer evidenzbasierten und praxisorientierten Lehrerinnen- und Lehrerbildung mit enger Verzahnung von Theorie und Praxis.
Die beiden Gäste hielten sich im Rahmen einer Forschungskooperation mit der Universität Konstanz in der Region auf. Gemeinsam arbeiten die Beteiligten an einer Studie zur Frage, wie Studierende generative Künstliche Intelligenz lernwirksam nutzen können, insbesondere bei Aufgaben, die kritisches Denken erfordern.
Beim Rundgang über den Bildungscampus Kreuzlingen zeigten sich die Gäste beeindruckt von den modernen Räumlichkeiten, den guten Lehr- und Lernbedingungen sowie vom besonderen Campuscharakter: Schulen von der Primarstufe bis zu den Gymnasien – darunter auch die besuchte Kantonsschule Kreuzlingen – befinden sich direkt neben der Hochschule, die Lehrpersonen für diese Schulstufen ausbildet. Dieser einzigartige Bildungscampus liess das pädagogische Herz der Gäste höherschlagen und führte zugleich auch uns vor Augen, wie besonders und inspirierend unser eigenes Arbeitsumfeld ist – etwas, das im Alltag leicht in Vergessenheit gerät.