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Unter dem Themenschwerpunkt «Eltern im Fokus. Verstehen, Unterstützen, Zusammenarbeiten», wurden zentrale Fragestellungen der Zusammenarbeit mit Eltern in den ersten Lebensjahren aus empirischer und praktischer Perspektive betrachtet und diskutiert. 

Nach einer Begrüssung der Rektorin, Prof. Dr. Sabina Larcher Klee, und einführenden Worten der Regierungsrätin Denise Neuweiler, bildete Dr. Yvonne Reyhing (PHTG) mit ihrem Referat zum Thema Erziehung, Elternschaft und sozialer Medien den Auftakt. Unter dem Titel «Erziehung, Beziehung, Bedürfnis- oder Bindungsorientierung – vom Begriffskarussell zur Wissenschaft» wurden aktuelle Trends in der Erziehung und in den sozialen Medien beleuchtet und in die empirische Befundlage eingeordnet. Dabei wurde unter anderem deutlich, wie sich aktuell verhandelte Vorstellungen guter Elternschaft und guter Erziehung auf die (mentale) Gesundheit der Eltern und auch der Kinder auswirken können.  

Am Samstag eröffnete Prof. Dr. Ulf Sauerbrey (Uni Erfurt) den zweiten Tag mit seinem Referat zu «Woher nehmen Eltern Rat zur Erziehung? Ein Überblick über die empirische Studienlage». Zunächst machte er deutlich, worum es bei Rat im Erziehungsgefüge geht und wie sich Rat äussern kann. Anschliessend wurden Quellen von Elternrat anhand von internationalen empirischen Studien aufgezeigt. Es zeigte sich, dass die eigenen Partner:innen am häufigsten als Ratgebende herangezogen werden, die neueren Medien, wie auch künstlicher Intelligenz, jedoch ebenfalls zunehmend eine Rolle spielen. 

Ergänzt wurden die verschiedenen Perspektiven durch eine Podiumsdiskussion mit dem Titel: «Eltern im Hamsterrad – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und Familienalltag». Daniela Melone (Elternbildung CH), Paula Pereira (Perspektive Thurgau, Femmes-Tische), Denise Neuweiler (Regierungsrätin TG), Prof. Dr. Ulf Sauerbrey (Universität Erfurt), Christian Wewezow (Großer Preis Mittelstand, Managing Partner Clockwise Consulting GmbH, fabforce GmbH & Co. KG, Startify GmbH) zeigten ihre Standpunkte auf und diskutierten teils kontrovers zu diesem gesellschaftlich relevanten Thema. Prof. Dr. Carine Burkhardt Bossi, Leiterin des Zentrums Frühkindliche Bildung der PHTG, moderierte das Podium. 

Insgesamt wurde in 23 Beiträgen aus der Praxis und Forschung spannende und inspirierende Einblicke in die Zusammenarbeit mit Eltern gegeben. Die Referate, wie auch der damit verbundene Austausch, leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung im Feld der Frühen Kindheit – fundiert, vernetzend und zukunftsorientiert. 

Mit über 150 Teilnehmenden war die durch das Binationale Zentrum Frühe Kindheit (BiKi) ausgerichtete Tagung ein voller Erfolg.

 

7. Internationales Bodensee-Symposium Frühe Kindheit an der PHTG
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